14. September 2026
Schweizer Kunststoff-Recycling erreicht neuen Höchststand
Der zertifiziere Sammlung von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons aus Schweizer Haushalten hat im Jahr 2025 mit 12‘418 Tonnen einen historischen Rekordwert erzielt. Dank der engen Zusammenarbeit von den Systembetreibern des Verbands Schweizer Plastic Recycler (VSPR) und der Branchenorganisation RecyPac stieg die Sammelmenge im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent.
Das Recycling von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons verzeichnet ein starkes Wachstumsjahr. Der heute veröffentlichte Monitoringbericht 2025 zeigt, dass die steigenden Sammelmengen auf die VSPR-Lizenznehmer und auf die neue Branchenorganisation RecyPac zurückzuführen sind. Die vereinbarte Durchlässigkeit erleichtert den Zugang zur Sammlung, weil Verbraucher seither Kunststoff-Sammelsäcke unabhängig vom Anbieter an allen beteiligten Sammelstellen abgeben können. Inzwischen sind knapp 1000 Schweizer Gemeinden an ein zertifiziertes Sammelsystem angeschlossen. Dies entspricht rund 46 Prozent aller Gemeinden und erreicht 58 Prozent der Bevölkerung.
Hohe Materialqualität und klare Verwertungsströme
Die Qualität des gesammelten Materials verbleibt auf einem hohen Niveau: 94.4 Prozent des Sammelguts waren Zielartikel, wobei 87.8 Prozent auf Plastik-Verpackungen wie beispielsweise Flaschen, Becher und Schalen und 6.6 Prozent Getränkekartons entfielen.
Aus der Behandlung resultierten im Jahr 2025 direkt:
- 6’097 Tonnen hochwertige Kunststoff-Rezyklate
- 527 Tonnen Faserstoffe aus Getränkekartons für die Papierindustrie
- 136 Tonnen rückgewonnene Metalle
Die daraus gewonnenen Sekundärrohstoffe fliessen direkt zurück in die Kreislaufwirtschaft und werden unter anderem im Bauwesen, für Logistikpaletten oder im Haushaltsbereich wiederverwendet.
Regionale Unterschiede und lückenlose Kontrolle
Im kantonalen Vergleich führt der Kanton Zürich mit einer Gesamtsammelmenge von 1’958 Tonnen knapp vor dem Kanton Bern mit 1’903 Tonnen. Bei der Effizienz pro Kopf liegt hingegen der Kanton Uri mit beachtlichen 5.3 Kilogramm Kunststoff pro Einwohner unangefochten an der Spitze, gefolgt vom Thurgau mit 2.8 Kilogramm.
EPS Swiss mit herausragender Bilanz
Das separat ausgewiesene System für expandiertes Polystyrol (Styropor), betrieben vom Verband EPS Swiss, glänzt im Berichtsjahr mit einer fast vollständigen Kreislaufführung. Bei einer Sammelmenge von 1131 Tonnen und einem Zielartikel-Anteil von 99 Prozent wurde eine Industrierückführungsquote von 97 Prozent erreicht. Dieses Material wird zu 100 Prozent direkt in der Schweiz verarbeitet.
Über den Bericht:
Der Monitoringbericht 2025 wurde von der unabhängigen Kontrollstelle dss+ im Auftrag des VSPR und von RecyPac erstellt, geprüft und konsolidiert. Alle auditierten Sammelsysteme und Erstbehandler erfüllen die strengen Qualitätsanforderungen lückenlos.