16. Oktober 2025

Temporäre Infrastruktur – dauerhaft nachhaltig gedacht

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 (ESAF) in Mollis wurde nicht nur sportlich Grosses geleistet, sondern auch ein innovativer Beitrag zur Kreislaufwirtschaft umgesetzt. Im Rahmen eines Pilotprojekts konnten die beim Bau der temporären Infrastruktur eingesetzten Kunststoffrohre sortenrein zurückgebaut, gesammelt und rezykliert werden.

Gelebte Kreislaufwirtschaft auf der Baustelle

Im Fokus standen mehrere hundert Meter Kunststoffrohre, die nach dem Fest nicht im Abfall landeten, sondern gezielt in den Recyclingprozess überführt wurden. Die beteiligten Unternehmen – vom Installationsbetrieb über die Sammelstelle bis zur Recyclingfirma – haben eindrücklich gezeigt, dass zirkuläre Lösungen auch bei Grossanlässen praktikabel und effizient umsetzbar sind.

Koordination über die gesamte Wertschöpfungskette

Das Projekt wurde im Rahmen der Brancheninitiative Swiss Plastic Pipe Recycling (SPPR) umgesetzt und begleitet. Es zeigt, wie durch klare Zuständigkeiten, vorausschauende Planung und gute Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette funktionierende Rücknahmesysteme für Kunststoffrohre entstehen können.

Ressourcenschonung

Durch das stoffliche Recycling der eingesetzten Rohre konnten wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten und CO₂-Emissionen eingespart werden. Das Beispiel unterstreicht, dass durch gezielte Rückführung auch in temporären Einsatzbereichen ein messbarer Umweltbeitrag geleistet werden kann.

Ein Projekt mit Signalwirkung

Der Verband Schweizer Plastic Recycler (VSPR) unterstützt solche Praxisbeispiele als wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung der Kunststoffkreislaufwirtschaft in der Schweiz. Das Projekt am ESAF 2025 zeigt, dass Nachhaltigkeit im Bauwesen nicht bei permanenten Infrastrukturen aufhört, sondern dort beginnt, wo bewusste Entscheidungen getroffen werden.